Wanderungen

Wanderung Lesum
Wanderung Lesum

In jedem Jahr sind viele Wanderführerinnen und -führer bemüht, durch interessante Wanderungen in den unterschiedlichsten Gebieten der Region den Wanderplan so bunt wie möglich zu gestalten.

 

Am liebsten verlassen wir die ausgetretenen Wege und wandern auf naturbelassenen Pfaden durch abwechslungsreiche Landschaft. Es gelingt den einzelnen Wanderführern immer wieder, neue Touren zu finden.

Gerade unsere älteren Wanderfreunde kennen noch viele Geschichten aus Oldenburgs Vergangenheit. So gelingt es auch Zugereisten, sich Oldenburg als Heimat zu erschließen.

Frost an der Hunte
Frost an der Hunte

Wir wandern zu allen Jahreszeiten und - außer bei Glatteis - bei jeder Wetterlage. Nicht, dass wir nicht lieber bei schönem Wetter gingen. Ein Regentag, ein neblig grauer Novembertag oder der fallende Schnee prägen und verändern die Stimmung einer Landschaft. So erleben wir die Umgebung immer wieder neu.

Zusätzlich zum Wanderprogramm in der näheren Umgebung werden Fernwanderungen in verschiedenen Regionen Deutschlands angeboten. Seien es nun Standquartiere, von denen aus verschiedene Gebiete erwandert werden, oder seien es Streckenwanderungen, bei denen man morgens startet und am Nachmittag in einem anderen Ort ankommt.

Hinweise

Achternholt
Achternholt

Alle Wanderungen werden von Wanderfreunden mit großem persönlichen Engagement vorbereitet, ausgekundschaftet und zur Sicherheit kurz vor der Durchführung noch einmal vorgewandert. Wir bemühen uns in jedem Jahr, ein buntes Wanderprogramm zusammenzustellen.

Von März bis November bieten wir mittwochs und sonntags (im Wechsel mit Halbtagstouren) Ganztagswanderungen an.
Dabei werden in fünf bis sechs Stunden zwischen 17 und 25 km zurückgelegt.
In der Frühstücks- und Mittagspause verpflegen wir uns aus dem Rucksack.
Nach einer Ganztagswanderungen kehren wir in der Regel ein, um sie in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.

Ganzjährig stehen mittwochs und sonntags (von März bis November im Wechsel mit Ganztagstouren) Halbtagswanderungen auf dem Programm. In drei bis vier Stunden wandern wir zwischen 10 und 16 km. Pausenbrot und Trinken haben wir im Rucksack.

Bei allen Wanderungen gehen die Wanderer von einer Geschwindigkeit einschließlich aller eingelegten Pausen von etwa 4 km/h aus.

Die Freitagswanderungen werden für die Wanderer des Vereines angeboten, die gerne eine kürzere Strecke wandern wollen. Dabei werden ca. 5 bis 8 km zurückgelegt.
Hier stehen naturgemäß die sozialen Kontakte im Vordergrund. Es geht gemütlich zu. Gewandert wird in der Hauptsache im Stadtgebiet oder im mit Bahn/Bussen bequem erreichbaren Umland.

Neben der Frühstücks- und Mittagspause bei Ganztagswanderungen werden bei allen Wanderungen regelmäßig kurze Trink- und Erholungspausen eingelegt.

Berichte von den Wanderungen

Vom Lappan zur botanischen Erkundung im Gerdshorst

Wanderung Gerdshorst

20 wissensdurstige Wanderer fanden sich am 07.06.2017 beim Lappan ein, um von hier zum Gerdshorst zu wandern. Leider kam bald Regen auf, der bis zum Ende der Tour anhielt.

Im Gerdshorst trafen wir Herrn Engels vom Fachdienst Naturschutz und techn. Umweltschutz. Er freute sich, trotz des schlechten Wetters, eine so große Gruppe Interessierter anzutreffen. Bei der neu aufgestellten Schautafel gab er erste Erklärungen zu Flora und Fauna des kleinen Waldgebietes. Der Untergrund „Lauenburger Ton“ erklärt die Vorkommnisse mancher Pflanzen, die wir eigentlich mehr im Weserbergland finden.

Er führte uns zu großen Horsten Winterschachtelhalms, zeigte uns Waldschlüsselblumen, Einbeeren und Orchideen. Die botanische Vielfalt ist groß.

Aufschlussreich war seine Erklärung zu „Schlagfluren“, Lichtungen im Wald, entstanden durch Umfallen von Bäumen. Hier entsteht von allein etwas Neues. Zuerst siedelt sich die Brombeere an und in ihrem dornigen Schutz haben die Sämlinge die Möglichkeit zu neuen Bäumen heranzuwachsen.

Auf dem Hauptweg, der durch das Gehölz führt, zogen früher Schafe zu den Heideflächen beim Drögen-Hasen-Weg. Im Herbst wurden Schweine in den Wald getrieben, um die heruntergefallenen Eicheln zu fressen.

Eichen gab es früher hier sehr viel mehr. Inzwischen verdrängt die schneller wachsende Weißbuche die Eiche. Die anspruchslose Hainbuche, die auch mit schattigen Orten zufrieden ist, nimmt zu und fast unkrautartig verbreitet sich die Traubenkirsche, die überall wachsen kann.

Munter stapften wir Herrn Engels nach durch üppiges Grün, was durch den Regen mit Schirm in der Hand, etwas beschwerlich, aber lohnend war. So kamen wir zu manchem Kleinod, wie z. B. Wallhecken mit herrlich knorrigem Altholzbestand.

Fledermäuse fühlen sich im Gerdshorst wohl und durch entsprechend aufgehängte Schlaf-und Nistkästen finden sie hier einen guten Lebensraum. Von den verschiedenen Spechtarten war leider nichts zu hören und zu sehen. Zuletzt kamen wir zu einer versteckten Feuchtwiese mit großem Erlenbestand. Im Sumpf blühten gelbe Wasserlinien, lichte Punkte im Regengrau. Nach kurzweiligen 1 1/2 Stunden waren wir am anderen Rand des Gerdshorst angelangt, wobei wir erfahren haben, dass die Fachleute das Werden und Wachsen des Waldes stets im Blick haben.

 

Helga Domsky